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Integration in die Allgemeinmedizin

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Obwohl die Zahl der Medizinstudierenden in Deutschland stetig ansteigt, leiden viele Regionen an einer Unterversorgung von Fach- und Allgemeinärzten. Ein Großteil der noch praktizierenden Ärzte geht zudem auf das Rentenalter zu, sodass in den nächsten Jahren viele Arztpraxen ohne Nachfolger schließen müssen. Eine Lösung für dieses Problem sind immer öfter Ärzte aus dem Ausland.

Allgemeinmedizinischer Nachwuchs muss gefördet werden

Deren Zahl stieg im Jahr 2016 auf über 42.600, von denen allein 3560 in diesem Jahr nach Deutschland kamen. Darunter waren auch viele Flüchtlinge. Zwischen 2004 und 2014 stieg die Zahl der ambulanten Behandlungen in Deutschland laut der Ärztestatistik 2015 um 152 Millionen. In den Krankenhäusern zeichnet sich gleichzeitig eine ähnliche Entwicklung ab. Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, sagte im Gespräch mit der FAZ, dass zur Lösung dieses Problems vor allem der medizinische Nachwuchs gefördert werden müsse. Doch selbst wenn man die Zahl der Studienplätze sofort um zehn Prozent erhöhen würde, wäre nicht einmal der Stand von 1990 erreicht. Allein in den alten Bundesländern gab es damals 12.000 Studienplätze. Heute liegt die Zahl trotz acht neuer medizinischer Fakultäten bei knapp 10.000. Bis dort nachgebessert wird, ist Deutschland auch weiterhin abhängig von Medizinern aus dem Ausland. Doch bis diese praktizieren dürfen, ist es oft ein steiniger Weg.

Integration durch "Flüchtlingsambulanz"

Im Sommer und Herbst letzten Jahres brachte die Versorgung der Flüchtlinge Hilfsorganisationen und Krankenhäuser an ihre Grenzen. Auch das Friedrich-Ebert-Krankenhaus in Neumünster war zu dieser Zeit Anlaufstelle für Flüchtlinge aus der nahegelegenen Unterkunft. Diese war für 2000 Menschen ausgelegt, beherbergte zu Spitzenzeiten jedoch über 4500 Personen. Das Krankenhaus war mit dieser Menge so überlastet, dass die Normalversorgung teilweise gefährdet war. Aus diesem Grund wurde im Oktober 2015, finanziert vom Innenministerium in Kiel, eine Ambulanz für Flüchtlinge eröffnet. Die Pfleger und Ärzte sind zum Teil selbst Flüchtlinge und versorgen und behandeln dort andere Asylsuchende. Durch die tatkräftige Hilfe sowie die arabischen Sprachkenntnisse vereinfachten sie die Betreuung der Patienten und entlasteten so das Krankenhaus.

Durch die Muttersprachler wird schnell ein Vertrauensverhältnis zu den Patienten aufgebaut. So konnte eine schnellere und unkompliziertere Versorgung sichergestellt werden. Auch die behandelnden syrischen Ärzte bekamen durch die Ambulanz die Chance auf einen Neuanfang in Deutschland. Mittlerweile sind die Flüchtlingszahlen in Neumünster jedoch drastisch gesunken. Aus Sicht der Behörden ist die Ambulanz in Neumünster daher nicht mehr nötig. Die Finanzierung läuft nun nur noch bis Ende Februar 2017.

Befürworter des Projekts haben allerdings Zweifel an der Entscheidung des Ministeriums. Zwar kommen mittlerweile nur noch halb so viele Patienten wie im Herbst 2015, aber noch immer doppelt so viele wie 2014. Zudem sei in der jetzigen Lage die zukünftige Entwicklung nicht vorhersehbar. Die Entscheidung aus Kiel birgt außerdem eine ungewisse Zukunft für die syrischen Ärzte. Immerhin wird durch Schließung der Ambulanz deren Integration auf halber Strecke unterbrochen. Sollten die Stellen tatsächlich wegfallen, droht den Ärzten Hartz IV.

Chance zur Integration von Allgemeinmedizinern nutzen

Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, sagte im Gespräch mit der ZEIT, dass das Gesundheitssystem in Deutschland ohne den Zuzug von ausländischen Ärzten mittlerweile nicht mehr funktionieren würde. Bereits 50 Prozent der Nachwuchsmediziner in Westfalen-Lippe, die seit 2012 eingestellt wurden, haben einen Migrationshintergrund. Davon stammen allein 500 aus Syrien und 1000 aus dem Iran. Wie viele syrische Ärzte nun mit Beginn der Flüchtlingskrise nach Deutschland geflohen sind, kann niemand genau sagen. Klar ist allerdings: die Zahl der Flüchtlinge mit medizinischem Hintergrund steigt stetig. Die werden auch dringend gebraucht: Schätzungen zu Folge könnten bis zum Jahr 2030 immer bis zu 100.000 Ärzte in Deutschland fehlen. Die Ärztekammern in Deutschland müssen daher laut Windhorst die Chance nutzen, und entsprechend ausgebildete Menschen integrieren.

Einer der es geschafft hat, ist Osama Kalil. Er stammt ursprünglich aus dem Irak und floh 1995 vor dem Regime Saddam Husseins von Bagdad nach Deutschland. Er hat heute eine Praxis als Facharzt für Allgemeinmedizin in Hannover. Seine Anerkennung hat allerdings acht Jahre gedauert, da er ohne deutsche Staatsbürgerschaft keine Approbation erhielt. Zwar wurden ein Jahr Innere Medizin und Chirurgie anerkannt, viele Prüfungen mussten allerdings neu abgelegt werden.

Im Gegensatz zu Früher muss man für die Approbation heute nicht notwendigerweise deutscher Staatsbürger sein. So sind europäische Approbationen automatisch auch in Deutschland gültig. Nicht-Europäer bekommen hingegen nur eine Berufserlaubnis, sie dürfen unter anderem nicht operieren und keine eigene Praxis eröffnen. Problematisch ist zudem, dass Allgemeinmediziner vor allem auf dem Land fehlen – da wollen allerdings auch viele ausländische Ärzte nicht hin. Die größte Hürde bei der Integration ist, wie in anderen Berufen auch, die Sprache. Während Im Krankenhaus noch Arbeitsteilung zwischen deutschen und ausländischen Ärzten möglich ist, ist dies als Allgemeinmediziner auf dem Land schwierig. Allerdings ist es für deutsche Klinikärzte oft unbefriedigend, sich um Bürokratie und die Kommunikation mit den Partienten zu kümmern, während die ausländischen Kollegen das Handwerk übernehmen.

Sprachbarriere überwinden

So ist es nicht verwunderlich, dass die Integration in den Beruf in den seltensten Fällen an der fachlichen Qualifikation scheitert. Will man als ausländischer Arzt in Deutschland praktizieren, wird der Nachweis von berufsbezogenen Deutschkenntnissen auf dem Niveau C1 benötigt. Um ein solches Niveau zu erreichen, erfordert es oft über 1000 Unterrichtsstunden. Und auch nach einem Sprachkurs ist das Zertifikat allein oft nicht ausreichend. Die Landesärztekammer Bremen beispielsweise stellt die Prüflinge in der Fachsprachenprüfung vor drei Testsituationen: Ein Arzt-Arzt-Gespräch, ein Arzt-Patienten-Gespräch sowie das Verfassen eines Arztbriefes. Natürlich profitiert auch die Arzt-Patienten-Bindung von den Sprachkenntnissen. Gebrochenes Deutsch lässt viele Menschen schließlich schnell an der Qualifikation des Arztes zweifeln.

Um Mediziner beim Lernen der Sprache zu unterstützen, bietet der Frankfurter Bildungsverein Beramí einen elfmonatigen Sprachkurs für Mediziner mit ausländischem Abschluss an. Dieser soll sie auf die erforderliche Kenntnisprüfung zur Erlangung der Approbation vorbereiten. Der Kurs erfreut sich großer Nachfrage. Während momentan 23 Kursteilnehmer Deutsch lernen, stehen 57 Personen auf der Warteliste. Der Kurs umfasst 1832 Unterrichtseinheiten und kostet kanpp 10.000 Euro, wofür in der Regel die Behörden aufkommen. Dr. Christian Klepzig aus Offenbach engagiert sich zudem ehrenamtlich für die Integration der Kollegen und bietet einigen von ihnen an einem Tag in der Woche eine Hospitanz in seiner Praxis. Für das nächste Modul vom 7. November 2016 bis 12. Oktober 2017 sind noch wenige Plätze vorhanden. Weitere Informationen gibt es hier.

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