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Allgemeinmediziner Fortbildungen: Was angestellte Ärzte bedenken sollten

Lesezeit: ca. 8 Min. | Beitrag vom :

Inhaltsverzeichnis:


Arzt zu sein, bedeutet viel Verantwortung. Denn schließlich liegen die Gesundheit und das Wohlbefinden anderer Menschen in den Händen des Arztes. Demensprechend ist auch die stetige Weiterbildung für Allgemeinmediziner von enormer Bedeutung. Denn nur wer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft ist, kann auch die bestmögliche Behandlung bieten.

Weiterbildungen für Allgemeinmediziner haben als Ziel, nach erfolgreicher Approbation als Arzt bestimmte Kenntnisse zu vertiefen und eine Weiterbildung in einen der Qualifikationsarten zu absolvieren. Diese Vorgehensweisen beruhen auf der Weiterbildungsordnung. Eine Allgemeinmedizin Stelle lässt daher weitreichende Weiterbildungsmöglichkeiten zu.

Welche Weiterbildungen gibt es für Allgemeinmediziner?

Seit dem Jahr 2003 werden die ärztlichen Weiterbildungen in drei Qualifikationsarten unterteilt.

Facharzt: Eine Allgemeinmediziner Stelle bedeutet umfassende medizinische Kenntnisse zu besitzen, welche allerdings individuell noch weiter vertieft werden können. Nach der Prüfung der Weiterbildung vergibt die Ärztekammer den Titel des Fachgebietes in dem die Weiterbildung absolviert wurde. Eine Weiterbildung kann zum Beispiel in den Fachbereichen mit der Bezeichnung Facharzt für Gefäßchirurgie, Facharzt für Neurologie, Facharzt für Innere Medizin und Facharzt für Anästhesiologie abgelegt werden. Jeder Fachbereich der Medizin kann individuell als Weiterbildung absolviert werden.

Schwerpunkt: Innerhalb eines Fachgebiets können außerdem noch Spezialisierungen erworben werden. Ein Beispiel dafür wäre: Facharzt für Psychiatrie Schwerpunkt Forensische Psychiatrie. Dies bedeutet nicht, dass der Facharzt nur den Schwerpunkt ausübt, sondern dementsprechend zusätzlich weitergebildet ist.

Zusatzbezeichnung: Zusatzbezeichnung können über Weiterbildungen in der Allgemeinmedizin erreicht werden. Beispiele für eine Zusatzbezeichnung kann Akupunktur, Notfallmedizin, manuelle Medizin/Chirotherapie, traditionell chinesische Medizin oder Diabetologie sein, welche als Weiterbildungen in der Allgemeinmedizin möglich sind. Eine Allgemeinmedizin Stelle kann dadurch mit zusätzlichen Kompetenzen aufgestockt werden.

Wo kann man sich weiterbilden?

Die vorgeschriebenen Weiterbildungsinhalte sind Mindestanforderungen, welche während der Weiterbildungen nach der Allgemeinmedizin erlangt werden können. Die Weiterbildungen Allgemeinmedizin finden neben der hauptberuflichen Tätigkeit statt. Weiterbildungen Allgemeinmedizin werden ausschließlich an anerkannten Weiterbildungsstätten durchgeführt. Dieses können zum Beispiel Einrichtungen der Hochschulen und Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens sein. Die Weiterbildungen Allgemeinmedizin erfolgt unter der Anleitung befugter Mediziner und gliedern sich in einem praktischen und einem theoretischen Teil. Die Weiterbildungen werden teilweise zudem mit Kursen ergänzt, welche bundesweit stattfinden können.

Wie sind Weiterbildungen aufgebaut? (Dauer, Inhalte, Kosten)

Die Dauer, der Inhalt und auch die Kosten unterscheiden sich bezüglich der Qualifikationsart. Wohingegen eine Weiterbildung zum Facharzt angemessen vergütet wird, sind manche Zusatzbezeichnungen mit Lehrgangskosten verbunden, welche sich je nach Bereich unterscheiden.

Der Akupunktur-Grundkurs mit 8 UE kostet beispielsweise für Nichtmitglieder 220EUR und kann bei der Deutschen Gesellschaft für Akupunktur und Neuraltherapie e. V. abgelegt werden. Aufstockende Kurse sind individuell zu belegen.

Der Weiterbildungskurs Manuelle Medizin/Chirotherapie umfasst insgesamt 320 Stunden. Die Weiteildung gliedert sich in einem Grundkurs von 120 Stunden und einem Aufbaukurs von 200 Stunden. Zwischen den Kursen ist ein Abstand von drei Monaten einzuhalten. Diese Zeitspanne dient zum Üben der Fertigkeiten. Für Nichtmitglieder umfasst die Kursgebühr 3.890EUR und kann bei der Deutschen Gesellschaft für Muskuloskeletale Medizin (DGMSM) e. V. absolviert werden.

Im Allgemeinen richtet sich die Dauer je nach Fachbezeichnung und somit kann eine Weiterbildung wenige Tage, mehrere Monate bis hin zu mehreren Jahren umfassen. Jegliche Weiterbildungen werden mit einer Prüfung abgeschlossen und durch eine Anerkennungsurkunde bestätigt. Die Weiterbildungsbezeichnung dient als Nachweis der Kompetenzen. Nach Abschluss der Prüfung darf ebenso die entsprechende Bezeichnung angewendet werden. Ein Nachweis dient der Qualitätssicherung und auch der Bürgerorientierung. Manche Anerkennungen werden ebenso auch ohne Prüfung absolviert. Dazu zählt zum Beispiel die Suchtmedizinische Grundversorgung und die Verkehrsmedizinische Begutachtung. Jegliche Weiterbildungen orientieren sich an einem fundierten Rahmenlehrplan.

Welche Jobchancen hat man mit zusätzlichen Weiterbildungen?

Eine Weiterbildung kann eine Allgemeinmedizin Stelle mit bedeutenden Kompetenzen erweitern und somit auch die Jobchancen erhöhen. Eine Weiterbildung spiegelt nicht nur das Engagement, sondern ist in bestimmter Hinsicht auch gefragt. Daher tragen Weiterbildungen zur Karriere bei und erweitern ebenso natürlich auch die beruflichen Kenntnissen. Jene Weiterbildungen sind meistens besonders gut mit einer Allgemeinmedizin Stelle zu koordinieren und bieten auch dem aktuellen Berufsalltag einen Rückhalt. Manche Fachkenntnisse sind besonders gefragt und dadurch kann sich nach einer Weiterbildung ebenso bei einer Allgemeinmedizin Stelle der Patientenstamm erweitern beziehungsweise es können explizite Kompetenzen angeboten werden, welche die medizinische Behandlungsmöglichkeiten komfortabel und wirksam ergänzen. Je nach Tätigkeitsumfeld nehmen Weiterbildungen eine wesentliche Rolle ein und sind mit neuen Berufsmöglichkeiten verknüpft. Demnach erweitert sich nicht nur das Tätigkeitsumfeld einer Allgemeinmedizin Stelle, sondern eine Weiterbildung kann auch berufliche Türen öffnen und die berufliche Laufbahn ebnen. Durch eine Weiterbildung profitiert der Allgemeinmediziner selbst und ebenso auch die Patienten.

Sind Fortbildungen für Allgemeinmediziner verpflichtend?

Das sieht auch der Gesetzgeber so. Seit Januar 2004 ist im Rahmen des GKV-Modernisierungsgesetzes festgelegt worden, dass Ärzte sich stetig und in ausreichendem Umfang weiterbilden müssen. Nachgewiesen wird dies durch 250 Fortbildungspunkte, die innerhalb von fünf Jahren erreicht werden müssen. Aber auch die ärztliche Berufsordnung, die im Februar 2005 erlassen wurde, legt fest, dass Ärzte sich fortbilden müssen.

Literatur Fortbildung Allgemeinmediziner
Fortbildungen für Allgemeinmediziner sind gesetzlich klar geregelt - Foto: Hans, pixabay.com, CC0

Die Fortbildungspflicht betrifft demgemäß niedergelassene Ärzte, angestellte Ärzte in Krankenhäusern sowie in öffentlichen Stellen und Behörden. Während niedergelassene Ärzte die Nachweise über ihre Fortbildung bei der Kassenärztlichen Vereinigung vorlegen müssen, müssen Krankenhausärzte den Nachweis gegenüber dem Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen geltend machen.

Fortbildungen für Allgemeinmediziner sollten aber nicht nur als lästige Pflicht angesehen werden. Man kann die zusätzliche Bildung nach Interessenbereich wählen. Zudem stehen viele Formen bereit, um die Punkte zu erlangen.

250 Fortbildungspunkte für Ärzte

Die 250 Fortbildungspunkte kann man sich mittels zahlreicher Optionen zu Fortbildungen für Allgemeinmediziner ansammeln.

  • Für den Besuch von Vorträgen und Diskussionen bekommt man einen Punkt. Ist eine Prüfung vorgesehen, kann ein zusätzlicher Punkt erteilt werden.
  • Für die passive Teilnahme an mehrtägigen Kongressen sind drei Punkte vorgesehen
  • Bei Fortbildungen, die eine aktive Teilnahme voraussetzen (wie beispielsweise Workshops, Arbeitsgruppen, Supervision oder Fallkonferenzen) wird ein Punkt pro Fortbildungsstunde vergeben, wobei ein Zusatzpunkt pro Veranstaltung bis zu vier Stunden erlangt werden kann. Für eine bestandene Lernerfolgskontrolle kann hier noch ein weiterer Punkt vergeben werden.
  • Für interaktive Fortbildungen via Internet, CD-Rom etc. erhält man pro Übungseinheit von 45 Minuten ebenfalls einen Punkt. Es ist zu beachten, dass das Bildungsmaterial von der Landesärztekammer anerkannt sein muss.
  • Zehn Punkte kann man pro Jahr ohne Nachweise für das Selbststudium (Lesen von Fachliteratur) angerechnet bekommen.
  • Für wissenschaftliche Veröffentlichungen sowie Vorträge kann man einen Punkt erhalten.
  • Hospitationen bringen ebenfalls einen Punkt pro Stunde ein.

Gerade wer als Facharzt in Allgemeinmedizin auf Stellensuche ist, sollte versuchen, sich die Punkte über größere Veranstaltungen zu sichern. Auf diesen Veranstaltungen trifft man Gleichgesinnte und knüpft Kontakte. So lernt man nebenbei auch noch Kollegen kennen, die einem den einen oder anderen Tipp geben können, ob es gerade irgendwo für einen Facharzt in Allgemeinmedizin eine offene Stelle gibt.

Inwiefern bestehen Möglichkeiten für Fortbildungen für Allgemeinmediziner im Angestelltenverhältnis?

Die Möglichkeiten für Fortbildungen für Allgemeinmediziner im Angestelltenverhältnis hängen sehr vom Arbeitgeber ab. Ob und in welchem Ausmaß der angestellte Arzt von der Arbeit für Fortbildungen freigestellt wird, ist in der Regel durch den Arbeitsvertrag festgelegt. Man sollte beim Unterzeichnen unbedingt darauf achten und eventuell verhandeln, damit nicht allzu viel der ohnehin spärlichen Freizeit für die Weiterbildung genutzt werden muss. Auch wer die Kosten für die Fortbildungen für Allgemeinmediziner trägt, kann im Arbeitsvertrag stehen. Wahlweise werden entweder der Arbeitgeber, der angestellte Allgemeinmediziner oder beide (im Sinne einer Kostenaufteilung) genannt.

Ist man zum Beispiel in einer Gemeinschaftspraxis beschäftigt, stehen die Chancen schlechter, dass der Arbeitgeber sich für die Fortbildung seines Angestellten einsetzt. Denn schließlich geht dies auf seine Kosten und bei kleineren Gemeinschaftspraxen kann der Ausfall eines Arztes angesichts des erhöhten Arbeitsaufkommens ungerne gesehen sein.

In Universitätskrankenhäusern stellt sich die Situation ein wenig anders da. Dies hängt selbstverständlich auch damit zusammen, dass es sich hierbei um wissenschaftliche Institutionen handelt, die eine höhere Affinität zur Forschung und Fortbildung aufweisen.

Ein Facharzt in Allgemeinmedizin kann Stellenangebote in dieser Hinsicht bereits vor der offiziellen Bewerbung überprüfen.

Höhere Karrierechancen?

Die Frage, ob es für einen fortgebildeten Facharzt in Allgemeinmedizin mehr oder gar bessere Stellenangebote gibt, lässt sich im Einzelfall gezielter beantworten. Denn selbstverständlich kommt es darauf an, welche beruflichen Wünsche man verfolgt. Wenn man gerne an einer Forschungsinstitution oder an einem Universitätsklinikum beschäftigt wäre, dann lohnen sich Fortbildungen sicherlich in Form von Veröffentlichungen und Vorträgen. Allerdings handelt es sich um eine sehr zeitintensive Art, um Fortbildungspunkte zu sammeln.


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