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Infos zum Praktischen Jahr für angehende Ärzte

Alexander Bongartz von Alexander Bongartz
Lesezeit: ca. 3 Min. | Beitrag vom :

Bild: Pixabay / StockSnap

Inhaltsverzeichnis:


Das praktisches Jahr wird unter angehenden Ärzten oft als "PJ" abgekürzt. Bevor der erste Job gefunden werden kann, muss, neben vielen anderen Prüfungen, auch das praktische Jahr absolviert werden. Doch was sind die Voraussetzungen für das praktische Jahr, wann findet es statt und wie ist es strukturiert?

Voraussetzungen für das praktische Jahr

Die Zulassung zum praktischen Jahr erfolgt nur, wenn die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind. Neben dem Bestehen des ersten und zweiten Abschnitts der ärztlichen Prüfung müssen sämtliche Leistungsnachweise des klinischen Studienabschnitts bestanden worden sein. Weiterhin gibt es Kliniken, die einen Gesundheitscheck durch einen Betriebsarzt als zwingende Voraussetzung die Durchführung des praktischen Jahres vorsehen.

Sind diese Bedingungen erfüllt, kann die medizinische Ausbildung fortgesetzt und das praktisches Jahr begonnen werden. Für die spätere Bewerbung auf die Stellenangebote kommt es nicht zuletzt auf die Bewertungen gerade dieses Abschnitts des Studiums an.

Inhalt: Drei mal 16 Wochen intensive Praxis

Das praktische Jahr in der Medizin findet im letzten Jahr des Medizinstudiums statt.

Dabei ist es in drei Abschnitte unterteilt, die jeweils eine Länge von 16 Wochen haben. Die vorgeschriebenen Stationen sind die innere Medizin, die Chirurgie sowie die Allgemeinmedizin. Zentrales Anliegen dieses Abschnitts der medizinischen Ausbildung ist es, einen Überblick über die Praxis in den zentralen Bereichen der Humanmedizin zu geben.

Unabhängig davon, ob danach direkt in den Medizin-Beruf gestartet wird, oder eine weiterführende Facharztausbildung durchgeführt wird: Das praktische Jahr bietet die Chance, den Umgang mit und die Behandlung von Patienten in einem Rahmen zu üben, der jederzeit den Rückgriff auf erfahrene Kräfte erlaubt, wenn es zu kritischen Situationen kommt. Je breit gefächerter die Erfahrungen in diesem Abschnitt der Ausbildung sind, desto einfacher fallen in der Regel danach der Berufseinstieg.

Das Praktische Jahr für angehende Ärzte
Das Praktische Jahr hat für angehende Mediziner*innen oft einen richtungsweisenden Effekt. - Foto: Oles kanebckuu, pexels.com, CC0

Theoretische Reflexion der Erfahrungen

Neben den praktischen Tätigkeiten bietet das praktische Jahr viele Gelegenheiten, die neu gemachten Erfahrungen theoretisch aufzubereiten und zu unterfüttern. Neben dem Austausch mit den ausbildenden Ärzten im Rahmen der Behandlung geht es in diesem Zusammenhang auch um die Teilnahme an klinischen Konferenzen. Auf diese Weise findet ein regelmäßiger direkter Austausch mit erfahreneren Medizinern statt, von denen der Student im PJ profitieren kann.

Im Optimalfall entsteht daraufein ein besseres Gespür, damit Chancen und Risiken einzelner Methoden und Behandlungen eingeschätzt werden können. Weil die intensive Einbindung in die tägliche Praxis das zentrale Ziel des praktischen Jahres darstellt, dürfen von den dreißig Fehltagen im Rahmen des praktischen Jahres lediglich zwanzig auf eine einzelne der drei Stationen fallen.

Zu den Fehltagen gehören dabei nicht nur die genommenen Urlaubstage, sondern auch die Tage, in denen die Abwesenheit durch Krankheit begründet ist. Entsprechend ist die Flexibilität im ein praktischen Jahr oft eingeschränkt.

Der Einsatzort bestimmt die Schwerpunkte des PJ

Obwohl die Inhalte der drei Abschnitte des praktischen Jahres in vielerlei Hinsicht festgelegt sind, kann ein praktisches Jahr durchaus unterschiedlich gestalten sein, je nachdem, wo dieses absolviert wird.

Die Schwerpunkte des Krankenhauses, in dem das praktische Jahr absolviert wird, sollten so gewählt sein, dass sie mit den späteren eigenen beruflichen Plänen möglichst stark in Einklang stehen. Je besser dies gelingt, desto höher sind die Chancen auf Erfolg bei der Bewerbung auf Stellenangebote als Allgemeinmediziner. Deshalb sollte dem praktischen Jahr im Rahmen der medizinischen Ausbildung eine hohe Bedeutung eingestanden werden, da es für die spätere Karriere einen richtungsweisenden Effekt haben kann und in den meisten Fällen haben wird.


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Alexander Bongartz ist Gründer & Geschäftsführer der Talentzeit GmbH.

     

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