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Digitales Semester in der Medizin - 5 Tipps, wie Du Dich weiter motivierst

von Jennifer Schulte-Tickmann
Lesezeit: ca. 4 Min. | Beitrag vom

Zusammenfassung

Die Studiensituation von Medizinstudierenden hat sich aufgrund der Corona-Pandemie deutlich geändert: Statt Lehrräume voller Studierenden, die dem Physiologie-Prof zuhören, ausschweifenden Lerngruppen-Sitzungen, in denen die letzten Inhalte der Allgemeinmedizin verinnerlicht und ausdiskutiert werden, und wohlverdienten Kaffee- und Essenspausen in der Mensa sitzen die meisten Studierenden alleine vor ihren Computern und müssen den Lernstoff digital verarbeiten.
Schon das dritte Semester in Folge findet derzeit keine Präsenzlehre statt, stattdessen werden Inhalte online gelehrt oder Hybrid-Modelle getestet. Verständlich also, dass dieses digitale Lernen langsam, aber sicher an den Nerven der Medizinstudierenden zerrt. Wichtig ist jetzt, nicht die Motivation zu verlieren! Wir haben für dich fünf Tipps, wie du auch das kommende Semester des Medizinstudiums mit Bravour durchstehen wirst.

Gib der Prokrastination keine Chance - schaffe Dir eine ruhige Lernumgebung

“Erst mal aufräumen, so kann ich gar nicht lernen!” - na, erkennst du dich in diesem Spruch wieder? Bist du auch ein Meister der Prokrastination? Sei dir sicher: Damit bist du nicht alleine! Ungemütliche, zum Teil aber auch wichtige Aufgaben schiebt wohl jeder erstmal gerne vor sich her. Bevor die Wohnung nicht geputzt, das nächste Kapitel im Lieblingsbuch gelesen oder der Instagram-Feed durchgescrollt ist, scheint die Konzentration einfach nicht da zu sein. Wichtig ist deshalb: Schaff dir ein Lernumfeld, das dich nicht ablenkt. Dabei helfen dir schon ganz kleine Veränderungen:

  • Räume jedes Mal, wenn du mit dem Lernen fertig bist, deinen Platz auf, und sieh das Ganze als Ritual, den heutigen Tag erfolgreich beendet zu haben.
  • Lege während der Vorlesungen und Seminare dein Handy beiseite oder schalte deine Benachrichtigungen für Social Media aus, damit du nicht in Versuchung geführt wirst, stundenlang durch irgendwelche Feeds zu scrollen.
  • Bereite deinen Arbeitsplatz vor: Eine Kanne Tee, eine große Flasche Wasser, etwas Obst oder Nüsse - schon kann deine Lernsession beginnen und du bist perfekt ausgestattet.

Setze Dir realistische Ziele

In kleinen Zielen zum großen Erfolg: Das ist das Motto, wenn du zu Hause unter Selbstdisziplin lernst. Teile deine Lernziele dabei in kleine Abschnitte ein, damit du motiviert bleibst und Erfolgserlebnisse verzeichnen kannst, denn: Unrealistische Ziel sind oftmals der Anstoß zur Prokrastination. Vielleicht hilft es dir, nach jeder Lernsession schon grobe Ziele für den nächsten Tag zu definieren. So weißt du am Morgen direkt, womit du starten musst und vergeudest keine Zeit damit, zunächst Pläne zu schmieden.

Setze dir während des Studiums zu Hause realistische Ziele und freue dich darüber, wenn du sie erreichst. Foto- pixabay.de, JESHOOTS-com

Digitales Soziales Leben - das gilt fürs Lernen & für Kaffeepausen

Das Medizinstudium - na klar steht dort das Lernen und die Bildung im Vordergrund, um dich bestmöglich auf das spätere Berufsleben als bspw. Allgemeinmediziner und die Patienten vorzubereiten, aber studieren heißt auch: Freunde finden und treffen.

Wer vermisst sie nicht, die entspannten Mensaessen mit den Kommilitonen, bei denen die letzten Zungenbrecher aus der Biochemie-Vorlesung erneut geübt werden. Das nächteraubende Lernen in der Bib, um sich auf die kommende Anatomie-Prüfung vorzubereiten. Oder die Kneipentour zum Semesterstart, um all seine Kommilitonen wiederzusehen und neue Bekanntschaften zu knüpfen.

Auf all das musst du aber nicht verzichten - du musst es nur anders gestalten.
Triff dich zu einem digitalen Mittagessen, um eine Lernpause einzulegen und tausch dich mit anderen Kommilitonen aus. Oder aber ihr trefft euch auf einen regelkonformen Kaffee draußen und gönnt euren Augen eine Bildschirmpause. Mach mit deinen Freunden am besten eine regelmäßige Zeit aus, sodass ihr stetig in Kontakt bleibt und Routinen nicht vernachlässigt.

Viele Unis bieten zudem mittlerweile Möglichkeiten auf ihren Plattformen an, um sich mit anderen Kursteilnehmern zu verbinden und so bspw. auch Lerngruppen bilden zu können. Auch für Erstis lassen sich einige Medizinfakultäten alternative, digitale Programme einfallen, damit sie sich von Beginn an an der Uni wohlfühlen und sich gegenseitig vernetzen.

Siehe Chancen in der digitalen Lehre

Morgens dem Nebenjob nachgehen und nachmittags die Vorlesungen nachholen. Dann Joggen gehen, wenn die Sonne scheint und das Seminar auf den Abend, wenn es eh wieder regnet, verlegen: Wenn Vorlesungen on demand angeboten werden, können sich Studierende ihre Tage völlig frei gestalten. So kannst du wichtigen Lernstoff genau dann konsumieren, wenn es dir zeitlich am besten passt und du dich am produktivsten fühlt. Auch örtlich bist du durch die digitalen Vorlesungen nicht mehr gebunden und kannst von dort aus lernen, wo du dich am wohlsten fühlst. So verpasst du keinen wichtigen Stoff mehr und bist flexibel genug, um in deinem persönlichen Lernrhythmus zu arbeiten.

Nutz neue Lernformate

Durch die Verschiebung des Studiums in den digitalen Raum hat die digitale Lehre deutlich an Fahrt aufgenommen: Im Internet gibt es zahlreiche Angebote für Medizinstudierende, um wichtige Lerninhalte noch mal mehr zu verinnerlichen und zu ergänzen. Mithilfe verschiedener Videos und Plattformen kannst du dich mit anderen Kommilitonen vernetzten - und das auch bundesweit. Interaktive Tutorien und Seminare, Umfragetools, Whiteboards - all das ermöglicht es dir, dich auch digital bestmöglich auszutauschen, Ergebnisse zu dokumentieren und wichtige Inhalte des Medizinstudiums zu festigen.

Viele Unis haben bereits ein großes Repertoire an Lehrvideos, in denen sowohl theoretische als auch praktische Inhalte vermittelt werden. Beispielsweise werden Experimente aus der Physik oder Chemie detailgenau aufgezeichnet und mittels eines digitalen Meetings diskutiert. Auch für die Bereiche Anatomie oder Pathologie stellen einige Unis virtuelle Mikroskopie-Kurse zur Verfügung. Auch virtuelle Patienten kommen vermehrt in der digitalen Praxis zum Einsatz, anhand deren Krankheitsbilder erkannt und entsprechende Behandlungen vorgeschlagen werden müssen. Die Universitäten versuchen so, Medizinstudierende bestmöglich für den Alltag vorzubereiten.
Nutze die Vielfalt und verschiedenen Möglichkeiten der digitalen Angebote, damit du Abwechslung in deiner Lernroutine bekommst.


 
Ein Beitrag von:
Jennifer Schulte-Tickmann

Jennifer Schulte-Tickmann verantwortet beim Deutschen Hausarzt Service das Content Marketing.

     


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