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Weihnachten als Allgemeinmediziner – Zwischen Viren und Adventskalender

Lesezeit: ca. 4 Min. | Beitrag vom :

Inhaltsverzeichnis:


Weihnachten, die Zeit die man lieben und hassen kann.
Bald brennt sonntags wieder ein Lichtlein am Adventskranz und jeden Tag verbirgt sich eine andere ├ťberraschung hinter dem T├╝rchen des Adventskalenders.
Wenn dann die Geschenke am 24. Dezember ausgeteilt werden und man die zwei folgenden Tage nur mit Essen und in der Gesellschaft seiner Familie verbringt, wird jedem bewusst, dass auch bald der Jahreswechsel ansteht.
Doch wie geht es den Ärzten in Praxen und Kliniken?

Weihnachten ist eine Zeit voller Besinnung, man blickt zur├╝ck auf das vergangene Jahr und reflektiert. Was ist wirklich wichtig f├╝r mich? Wo soll es n├Ąchstes Jahr hingehen? Was sind meine Ziele? Und was m├Âchte ich ├Ąndern? Pl├Ątzchen backen, Geschenke kaufen, Karten basteln und sie dann am 24. Dezember freudig ├╝berreichen. Auch die gemeinsame Zeit im Kreise der Liebsten, ob Familie, Freunde oder Arbeitskollegen, steht im Fokus.

Moment. Arbeitskollegen? Leider ist es gerade f├╝r Mediziner keine Seltenheit, in dieser Zeit besonders viel Stress ausgesetzt zu sein. Denn zu den Weihnachtsvorbereitungen kommt noch der allt├Ągliche Stress in Praxen und Kliniken dazu. Es ist keine Seltenheit, dass ├ärzte die Feiertage nicht mit der Familie verbringen zu k├Ânnen. W├Ąhrend Patienten ihre Aufenthalte in Arztpraxen auf das Minimum beschr├Ąnken wollen, schieben ├ärzte in den Praxen ├ťberstunden.

In den Wartezimmern stauen sich die Patienten mit Grippe, Bronchitis und ├Ąhnlich typischen ÔÇ×Winter-KrankheitenÔÇť. Gerade Erk├Ąltungsviren verbreiten sich im Winter enorm schnell. Mehrere hundert unterschiedliche Viren sind im Umlauf. Besonders Patienten mit einem schwachen Immunsystem sitzen in der Winterzeit vermehrt bei ihrem Hausarzt.

Notdienst Allgemeinmedizin Hausarztpraxis
Die Wintermonate in einer Hausarztpraxis - CCO, pexels.com

Aber nicht nur das Aufkommen von Erk├Ąltung steigt in den Wintermonaten stetig an, auch Nasennebenh├Âhlenentz├╝ndungen, Mandelentz├╝ndungen, Grippe und Magen-Darm-Erkrankungen durch das geschw├Ąchte Immunsystem sind h├Ąufig vertreten.
So geht man als Patient ungern zum Allgemeinmediziner, da dort im Wartezimmer die Viren nur so warten und das Ansteckungsrisiko steigt.

Die Winterzeit als Probe f├╝r das Immunsystem

Doch wie kann der Hausarzt sich selbst sch├╝tzen? T├Ąglich kommt er in Kontakt mit bis zu 50 Patienten bei denen er die unterschiedlichsten Krankheiten behandeln muss. Die Ansteckungsgefahr ist sehr hoch. Die Einhaltung der Hygienevorschriften nimmt dann einen hohen Stellenwert ein. Die Mehrzahl der Viren werden ├╝ber die H├Ąnde ├╝bertragen, deshalb ist es ratsam entweder auf diese H├Âflichkeitsform der Begr├╝├čung zu verzichten oder sich anschlie├čend direkt die H├Ąnde zu desinfizieren. Des Weiteren sollte der Behandlungsraum in regelm├Ą├čigen Abst├Ąnden gel├╝ftet werden und auch das Tragen von Handschuhen w├Ąhrend der Behandlung ist unverzichtbar.
Trotz allen Sicherheitsvorkehrungen sind Fach├Ąrzte f├╝r Allgemeinmedizin einem erh├Âhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt und ihr Immunsystem wird in der Winterzeit auf eine harte Probe gestellt.

Erh├Âhtes Patientenaufkommen

Doch nicht nur die Bek├Ąmpfung der Viren geh├Ârt zur t├Ąglichen Herausforderung, sondern auch die Bew├Ąltigung des Praxisalltags. Nicht nur administrative Aufgaben fallen bei einer eigenen Praxis t├Ąglich an und werden zum Jahresabschluss mehr.
Besonders die Anzahl der Patienten steigt in dieser Zeit, genauso wie die Wartezeiten, enorm an.
Die Allgemeinmediziner sind teilweise mit dem erh├Âhten Patientenaufkommen ├╝berfordert und selbst bei guten Praxismanagement, sind lange Wartezeiten zu erwarten. Hier sollten die Patienten etwas mehr Geduld und Verst├Ąndnis aufbringen. Denn schlie├člich sind Fach├Ąrzte f├╝r Allgemeinmedizin auch nur Menschen.

Ist diese Zeit erst einmal ├╝berwunden, haben viele Haus├Ąrzte ├╝ber die Feiertage geschlossen und k├Ânnen das Weihnachtsfest mit ihren Familien verbringen.
Doch so manche Praxen trifft das Los und sie m├╝ssen ├╝ber die Feiertage Notdienste anbieten. Denn leider machen Viren und Bakterien keine Pause.
Oftmals sind diese Praxen dann Anfang Januar geschlossen und fahren in den verdienten Urlaub.

Silvester und Weihnachten am Arbeitsplatz

W├Ąhrend so manche Praxis ├╝ber Weihnachten geschlossen hat, sind Kliniken 24h ge├Âffnet.
Die Notaufnahmen sind gerade im Dezember t├Ąglich ├╝berf├╝llt. Das Klinikpersonal kommt nicht mehr hinterher mit der Aufnahme und Behandlung von Patienten.

Im Durchschnitt behandeln gro├če Notaufnahmen am Tag ca. 260 Patienten. In der Weihnachtszeit kommen t├Ąglich 200 Patienten dazu, die behandelt werden wollen. Denn das Patientenaufkommen aus den Praxen muss aufgefangen werden. Viele Patienten informieren sich auch nicht, welcher Arzt ├╝ber die Feiertage Notdienste anbietet und fahren direkt in die Notaufnahme vom n├Ąchst gelegenen Krankenhaus.

Zwischen Weihnachten und Neujahr h├Ąufen sich dort vor allem Brandverletzungen, Magenverstimmungen Alkoholvergiftungen und St├╝rze.
Das Anliegen jedes Patienten muss hierbei mit bestem Gewissen behandelt werden. Dies darf nicht nach eigenen Kriterien passieren, sondern nach den Kriterien des Patienten. Denn der Besuch der Notaufnahme ist f├╝r den Patienten nicht allt├Ąglich, f├╝r den allerdings Arzt schon.

Verst├Ąndnis f├╝r Patient und Arzt

Hier m├╝ssen ├ärzte gerade ├╝ber die Feiertage die Nerven bewahren. Das erh├Âhte Patientenaufkommen setzt den ├ärzten zunehmend zu, woraus auch Zeitdruck bei der Behandlung von Patienten entsteht. Das gr├Â├čte Problem hierbei ist auch, dass Arzt und Patient sich vollkommen fremd sind. So kann der Arzt seine Diagnose schlecht in den Kontext der Krankheitsgeschichte des Patienten einbetten. F├╝r l├Ąngere Gespr├Ąch, um die Krankheitsgeschichte des Erkrankten zu erfahren reicht leider h├Ąufig die Zeit nicht.

Doch gerade dann müssen sich auch Ärzte besinnen und sich Zeit nehmen -gerade für ernste Nachrichten, vor denen die Weihnachtszeit leider auch nicht haltmacht.
So ist statistisch bewiesen, dass gerade in der Winterzeit das Aufkommen von schweren Krankheiten erh├Âht ist und auch die Sterberate ansteigt.

Weihnachten Allgemeinmedizin Hausarztpraxis
Bereitschaft an Feiertage als Mediziner - CCO, pexels.com

Nichtsdestotrotz sollten in der Weihnachtszeit sowohl Patienten als auch Ärzte die Ruhe bewahren.
Auch die Haus├Ąrzte geben sich viel M├╝he entspannt zu bleiben, trotz dem hohen Patientenaufkommen. Hilfreich w├Ąre es auch, wenn sich die Patienten ├╝ber die Notdienste und Not├Ąrzte zwischen den Jahren informieren.
So wird die stressige Weihnachtszeit f├╝r jeden besinnlicher.

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