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Masterplan Medizinstudium 2020 - Auswirkungen auf die Allgemeinmedizin

Beitrag vom

Der von der Bundesregierung im Koalitionsvertrag 2013 festgehaltene Masterplan soll helfen, die Rahmenbedingungen des Medizinstudiums in Deutschland zu reformieren. Im Frühjahr letzten Jahres wurde daher die sogenannte Bund-Länder-AG gegründet, die den Masterplan erarbeiten soll. Federführend sollen dabei die Gesundheits- und Wissenschaftssminister des Bundes und der Länder sein.

Mehr Allgemeinmedizin im PJ

Interessant für das Feld der Allgemeinmedizin ist vor allem die Forderung, das Praktische Jahr (PJ) nun in vier Abschnitte je drei Monate zu teilen. Auf diese Weise soll ein verpflichtendes Quartal in der ambulanten Versorgung eingeführt werden. Zwar muss dieses nicht zwingend in der Allgemeinmedizin absolviert werden, jedoch soll nach dem PJ eine mündliche Prüfung (M3) in der Allgemeinmedizin obligatorisch sein. Ein ambulantes Quartal in der Allgemeinmedizin wäre unter diesem Gesichtspunkt dann die sinnvollste Wahl für die Studierenden. Obwohl die Anzahl der Lehrstühle in den letzen Jahren gestiegen ist, Forschung ausgebaut und ein Blockpraktikum in der Allgemeinmedizin eingeführt wurde, ist laut Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (BVMD) das Fach Allgemeinmedizin

"noch nicht dort, wo es hingehört – nämlich stärker an den Anfang des Studiums und über den Gesamtverlauf des Studiums verteilt."

Trotzdem wäre eine Verpflichtung zur Allgemeinmedizin, wie sie der Masterplan vorsieht, laut der BVMD nicht der richtige Weg. Im Gegenteil, solche Zwangsmaßnahmen würden die Allgemeinmedizin eher weniger attraktiv erscheinen lassen. Stattdessen plädiert sie für größere Wahlfreiheit und Eigenverantwortung im PJ. Auch eine Zusage zum Studium aufgrund einer Verpflichtung, später als Landarzt zu praktizieren, lehnt die BVMD strikt ab. So würden nicht nur die Studienplätze ungleich verteilt, auch die Entstehung eines "Arztes 2. Klasse" würde durch eine solche Landarztquote begünstigt werden. Man sollte sich stattdessen lieber darauf konzentrieren, den Ruf der Allgemeinmedizin zu stärken und die Weiterbildung zum Allgemeinmediziner attraktiver zu gestalten. Zudem sollte mehr Wert auf eine praxisnahe Ausbildung und Patientenkontakt gelegt werden, um die Studierenden besser auf das Arbeitsleben vorzubereiten.

Verfassungsrechtlich wäre eine solche Quote laut Professor Dr. Mario Martini und Professor Dr. Jan Ziekow von der Hochschule Speyer allerdings durchaus vertretbar. In einem Gutachten im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit heißt es:

"Eine Quote für später in einem unterversorgten Gebiet ärztlich Tätige lässt sich in verfassungskonformer Weise ausgestalten. Sie kann ein Baustein eines Bündels von Maßnahmen zur Sicherung einer flächendeckenden ärztlichen Versorgung sein."

Landarztquote in der Allgemeinmedizin nicht zielführend

Auch Philipp Humbsch, Medizinstudent in Berlin, hält die Forderungen des Masterplans für den falschen Weg. Um fehlende Fach- und Allgemeinmediziner zu kompensieren, sollte die Politik Geld in die Hand nehmen und neue medizinische Fakultäten aufbauen, fordert er in der Ärzte Zeitung:

"Mit Pflichtpraktika und Prüfungen wird die Allgemeinmedizin für uns Studenten nicht aufregender".

Zudem wäre es nicht unmöglich, sich am Ende aus einer über die Landarztquote vermittelte Stelle wieder herauszuklagen. Das zeigen Beispiele von Medizinern, die den Sanitätsdienst der Bundeswehr nach erfolgreichem und finanziertem Studium wieder verließen, ohne dort als Arzt gedient zu haben. Eine Lösung sieht Philipp Humbsch in der Erhöhung der Studienplätze. Während nach der Wiedervereinigung theoretisch 16.000 Studienplätze zur Verfügung standen, gibt es in Deutschland heute nur knapp 9.000. Für eine alternde Bevölkerung stehen damit weniger Ärzte zur Verfügung als eigentlich möglich wären. Auch wenn eine neue medizinische Fakultät mit jeweils etwa 100 Millionen Euro zu Buche schlägt, sollte man dies im Hinblick auf die langfristigen Konsequenzen bereit sein zu investieren.

Im Juli 2016 nahmen 8.314 Medizinstudierende an einer Blitzumfrage des Hartmannbundes zum Thema MM2020 teil. Knapp 80 Prozent der Teilnehmer votierten gegen ein PJ-Pflichtquartal in der ambulanten Versorgung sowie gegen eine verpflichtende mündliche Prüfung in der Allgemeinmedizin. Etwa 70 Prozent waren dagegen, dass Bewerber, die sich vor dem Studium zu einer späteren Tätigkeit auf dem Land verpflichten, Vorteile im Auswahlverfahren genießen sollten. Studentische Mitglieder des Hartmannbundes haben mit einer Briefkampagne zudem bei Bundestagsabgeordneten für ihre Sicht der Dinge geworben. So forderten sie eine zielgerichtete Auswahl der Studienplatzbewerber, eine stärkere Einbeziehung der ambulanten Versorgung bereits während des Studiums und auch im PJ. Gleichzeitig lehnten sie weitere PJ-Pflichtabschnitte ab und warnten vor einer kurzsichtigen Umsetzung der Landarztquote, ohne die Bedürfnisse der Studierenden sowie die Zweckmäßigkeit und Umsetzbarkeit solcher Maßnahmen durchdacht zu haben.

Genügend Möglichkeiten, die Allgemeinmedizin kennenzulernen?

Auch der Marburger Bund ist der Meinung, dass man den Studierenden die Entscheidung, welche Fachrichtung sie einschlagen, nicht absprechen darf:

"Die Gründe für den Mangel an Hausärzten in bestimmten Regionen sind vor allem in den Arbeitsbedingungen und den grundsätzlichen Lebensbedingungen vor Ort zu suchen. Das Medizinstudium ist der falsche Ort, versorgungspolitische Versäumnisse aufzuarbeiten."

Zudem gäbe es mit der allgemeinmedizinischen Pflichtfamulatur und dem Blockpraktikum bereits Möglichkeiten, Erfahrung in der Allgemeinmedizin zu sammeln. Der Marburger Bund fordert in diesem Zusammenhang eine Erhöhung der Medizinstudienplätze um zehn Prozent, eine bessere Finanzierung der Lehre, einheitliche Standards für das Auswahlverfahren mit weniger Gewicht für den NC, eine Evaluation der Reformstudiengänge sowie den Erhalt der bisherigen PJ-Struktur ohne jegliche Einschränkung der Wahlfreiheit.

Der Deutsche Hausärzteverband hingegen befürwortet die Pläne zum Masterplan Medizinstudium 2020. So würde die Umsetzung dieser Maßnahmen nicht nur zu einer Stärkung der Allgemeinmedizin im Studium führen, sondern auch dazu beitragen, dass sich wieder mehr Studierende für die Allgemeinmedizin entscheiden. Der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt sagte dazu:

"Die Allgemeinmedizin ist das wichtigste Fach der Primärversorgung. Es ist daher nur konsequent, dass sie auch verpflichtendes mündliches Prüfungsfach im dritten Staatsexamen werden soll. Die Einführung eines verpflichtenden Quartals in der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung bietet die Chance sicherzustellen, dass die Studierenden das gesamte Spektrum der ärztlichen Tätigkeit kennenlernen. Dazu gehört selbstverständlich auch die Arbeit mit den Patientinnen und Patienten in den Praxen. Dies wurde in der Vergangenheit nicht ausreichend berücksichtigt.“

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