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Hürde Numerus Clausus - wird das Studium der Medizin bald greifbarer?

Lesezeit: ca. 5 Min. | Beitrag vom

Zusammenfassung

4.5 / 5 aus 19 Abstimmungen

Deutschland braucht mehr ├ärzte denn je. In den n├Ąchsten Jahren wird eine geburtenstarke Generation in Rente gehen und wenig Nachwuchs ist in Sicht. Gerade haus├Ąrztliche Praxen klagen jetzt schon ├╝ber Bewerbermangel.
Doch schaut man an die Universit├Ąten, so sind diese ├╝berf├╝llt und mehr als doppelt so viel Interessenten warten vor den Toren der Universit├Ąten.
Wie kommt diese ambivalente Situation zustande?

Der Weg zum Retter im wei├čen Kittel ist in den letzten Jahren h├Ąrter denn je. Selbst mit einer Abiturnote von 1,0 ist die H├╝rde noch lange nicht geschafft.
Denn ein 1,0 Abitur bedeutet leider nicht automatisch, dass ein Anspruch auf einen Studienplatz besteht, nur weil der Numerus Clausus erf├╝llt ist.
Die Anzahl der Bewerber ist zum einen deutlich gestiegen. So haben sich im Jahr 1994/95 noch 15.753 Bewerber auf 7.366 Pl├Ątze beworben - dementsprechend waren die Chancen nicht so schlecht, wie sie es im Wintersemester 2014/15 waren. Hier bewarben sich fast 43.000 Studierende auf nur 9.001 Pl├Ątze in der Humanmedizin.

Zum anderen resultiert daraus, dass nicht jeder Abiturient mit einem 1,0 Abitur einen Studienplatz bekommt. Es gibt ÔÇ×schlechteÔÇť 1,0 Abschl├╝sse und ÔÇ×guteÔÇť 1,0 Abschl├╝sse. Nicht mehr die Gesamtnote ist von Belangen, sondern auch die konkrete Punktevergabe in verschiedenen F├Ąchern.
Dies wiederum wirft die Frage auf, ob das Abitur in den unterschiedlichen Bundesl├Ąndern ├╝berhaupt vergleichbar ist. Im Jahr 2015 absolvierte ein durchschnittlicher Sch├╝ler in Nordrhein-Westfalen ein Abitur von 2,41, in Th├╝ringen hingegen lag die durchschnittliche Abiturnote bei 2,18.
Auch konnte immer noch nicht statistisch bewiesen werden, ob ein gutes Abitur ├╝berhaupt einen guten Mediziner ausmacht. Lediglich konnte nachgewiesen werden, dass bei sehr guten Abiturienten der Studienabschluss erfolgreicher ist.

Medizin Studium Abitur Bundesverfassungsgericht
Der lange Weg zum Medizinstudium - CCO, pixabay.de

Zwischen Wartezeit und Hoffnung

Viele Abiturienten werden somit trotz gutem Abitur abgelehnt. F├╝r sie startet ein langer Weg, voller Wartezeit und Hoffnung. Viele geben schon hier ihren Traum auf und entscheiden sich f├╝r ein anderes Studium, bei dem der Weg einen Studienplatz zu bekommen, einfacher ist. Doch die Mehrzahl bewirbt sich jedes Jahr und muss eine Alternative finden, die Wartezeit zu ├╝berbr├╝cken. Denn anstatt an einer Universit├Ąt Biologie, Chemie oder ├Ąhnliche Naturwissenschaften zu studieren, um sich Leistungen anrechnen zu k├Ânnen, d├╝rfen Abiturienten nicht an einer Hochschule immatrikuliert sein, da sie sonst keine Wartesemester sammeln.
Daraus folgen mehrere M├Âglichkeiten. Viele w├Ąhlen den Weg der Wartesemester und bilden sich in dieser Zeit anders weiter. In j├Ąhrlichen Abst├Ąnden wird eine Bewerbung an das Portal ÔÇ×hochschulstart.deÔÇť geschickt, wor├╝ber die Vergabe der Studienpl├Ątze stattfindet.

Den Abiturienten stehen mehrere M├Âglichkeiten zur Verf├╝gung. Wenn sie nur wenige Semester ben├Âtigen, reicht bereits ein freiwilliges soziales Jahr. Die meisten allerdings bewerben sich auf einen Ausbildungsplatz in der Fachrichtung. Die Auswahl ist hier gro├č: Altenpflege, Ergotherapie oder Rettungsassistenz sind nur einige der vielen M├Âglichkeiten.
Aktuell betr├Ągt laut ÔÇ×hochschulstart.deÔÇť die Wartezeit f├╝r Humanmedizin 15 Wartesemester (7,5 Jahre). Vergleichsweise lag der Wert 1999 noch bei vier Semestern (2 Jahre).

Um die Chancen auf einen Platz weiter zu erh├Âhen, kann auch der ÔÇ×TMSÔÇť (Test f├╝r medizinische Studieng├Ąnge) absolviert werden. Dies ist ein Test, der extra f├╝r angehende Mediziner konzipiert ist und soll den Absolventen ebenfalls den Zugang erleichtern. In dem Test werden F├Ąhigkeiten ├╝berpr├╝ft, durch die sich die Eignung eines Bewerbers feststellen l├Ąsst, ob er das Studium der Medizin erfolgreich absolvieren kann. Dieser Test ├╝berpr├╝ft allerdings nicht, ob ein Teilnehmer nach dem Studium ein guter Arzt wird.

Universit├Ąten entscheiden im hochschuleigenen Verfahren nicht nur nach der Abiturnote, sondern ziehen auch die Ergebnisse des Medizinertests hinzu, wenn dieser vom Bewerber absolviert worden ist.
Der andere Weg, der ungeduldigen Abiturienten zur Wahl steht, ist der Weg ins Ausland. So sind vor allem die Nachbarl├Ąnder Belgien, Tschechien, ├ľsterreich und die Niederlande interessant. Aber auch in Ungarn und Rum├Ąnien wird ein starkes Wachstum von Studierenden aus Deutschland verzeichnet.

Die Klage als letzte M├Âglichkeit

Doch was ist, wenn sowohl die M├Âglichkeit zu warten, als auch ins Ausland zu gehen, nicht in Frage kommen? Ist der Traum vom Medizinstudium dann geplatzt?
Mit einem tiefen Griff in den Geldbeutel kann mit der Berufung auf den 12. Artikel des Grundgesetztes das Recht auf einen Studienplatz eingeklagt werden.

Artikel 12
(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsst├Ątte frei zu w├Ąhlen.

Die Erfolgsaussichten sind allerdings ungewiss. Eine Klage in das erste Fachsemester ist weitaus schwieriger, als die Klage in ein h├Âheres Fachsemester.
Durch die Klage werden Kosten von mehreren tausend Euro f├Ąllig, denn die Aussichten auf Erfolg steigen, wenn an mehreren Universit├Ąten geklagt wird. Dies bedeutet im Umkehrschluss auch h├Âhere Kosten, die leider nur selten von Rechtsschutzversicherungen gedeckt werden. Folglich muss der Studierende die Summe selber aufbringen, entweder durch einen Kredit oder indem seine Eltern ihm unter die Arme greifen. Letztendlich befinden sich die Kosten nur f├╝r den Studienplatz in H├Âhen, die den Wert eines Kleinwagens nicht selten ├╝bersteigen.

Aber selbst wenn die Universit├Ąt Studienpl├Ątze freigegeben hat, dann kann es immer noch am Losverfahren scheitern. Die freien Pl├Ątze werden unter allen Kl├Ągern verlost.
Studienplatzklagen sind in den Fachrichtungen Humanmedizin, Veterin├Ąrmedizin, Zahnmedizin, Pharmazie und auch Psychologie g├Ąngig. In Deutschland haben sich bereits schon ganze Anwaltskanzleien darauf spezialisiert. Jedoch wie hoch die Erfolgschancen sind, ist nirgendwo statistisch erfasst, denn auch die Hochschulen schweigen dar├╝ber.

Der aktuelle Stand

Doch dies kann kein Dauerzustand bleiben. Erneut verhandelt aktuell das Bundesverfassungsgericht dar├╝ber, ob die Studienplatzvergabe nach Abiturnote verfassungswidrig ist. Und nicht nur das, zus├Ątzlich wird auch dar├╝ber geurteilt, ob nicht auch der Grundsatz der Gleichbehandlung verletzt wird.
Es ist allerdings fragw├╝rdig, ob auch der Ausbau des Studienplatzangebots verlangt wird. Im Mittelpunkt der Verhandlungen stehen die Auswahlverfahren der Hochschulen.

Das letzte Urteil ist mittlerweile 45 Jahre her, damals ging das Zulassungsverfahrens des Numerus Clausus gerade noch als zul├Ąssig durch.
Schon Anfang 2018 wird das neue Urteil erwartet. Bis dahin m├╝ssen viele Studieninteressierte zittern.

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