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Der Allgemeinmediziner auf dem iPad

Lesezeit: ca. 4 Min. | Beitrag vom

Digitalisierung auch in der Allgemeinmedizin auf dem Vormarsch

Bei den alltäglichen und einfachen Erkrankungen stellt fast jeder Mensch vermutlich schon selbst die richtige Diagnose – und kennt meist auch die zur Besserung erforderlichen Schritte. Nichtsdestotrotz ist es in manchen Fällen hilfreich, sich an einen Allgemeinmediziner zu wenden und diesem die Symptome zu schildern. Allein dadurch fühlt sich mancher oft schon ein wenig besser. Jedoch kosten auch die einfachsten Fragen Zeit. Und Zeit haben Ärzte bekanntlich immer weniger. Vor allem da, wo es an Ärzten mangelt.

Fehlende Allgemeinmediziner mit Technik ausgleichen

Digitale Technologie soll dieses Problem jetzt lösen. Dazu fährt nicht der Arzt selbst, sondern eine Arzthelferin zum Patienten. Die Arzthelferin hat in diesem Fall eine entsprechende Schulung zur Verah (Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis) durchlaufen. Mit den nötigen medizinischen Geräten und einem Tablet ausgerüstet, kann sie beispielsweise den Blutdruck messen oder ein EKG durchführen. Die ermittelten Daten werden gleichzeitig an die zuständige Hausarztpraxis übermittelt. Diese bekommt so die Ergebnisse der Untersuchung in Echtzeit. Per Tablet erfolgt schließlich über eine Videokonferenz die Rücksprache mit dem behandelnden Arzt. Patienten können sich so mit ihren Ärzten austauschen, obwohl sie im Grunde gar nicht von ihnen untersucht wurden.

Martin Schnellhammer ist vom Nutzen für Allgemeinmediziner überzeugt. Er ist Geschäftsbereichsleiter der Plattform Living Lab, die Kompetenzträger aus Pflege und Gesundheit miteinander vernetzt. Seiner Meinung nach könnte eine solche Plattform nicht nur in der Altenpflege von Nutzen sein. Auch in Medizinbereichen, in denen ein hoher Betreuungsaufwand notwendig ist, vielleicht auch Ärztemangel herrsche, wie der Palliativmedizin, kann eine solche Plattform vieles vereinfachen. Die Idee an sich ist dabei eigentlich nicht neu. In den vergangenen Jahren gab es schon mehrere Projekte, die ähnlich funktionierten. Die Verah-Forbildung basiert zum Beispiel auf dem Projekt Moni aus dem Jahr 2010. Es sah bereits damals vor, einen Teil der Hausbesuche von medizinischen Fachangestellten durchführen zu lassen. Der Fokus der Telemedizinzentrale des Klinikums Oldenburg liegt dagegen auf Patienten, die in Offshore-Windparks tätig sind und dort verunglücken oder krank werden. Ein Arzt kann dann von Oldenburg aus die Situation bewerten und erste Maßnahmen veranlassen.

Fachrichtung Allgemeinmedizin Digital
Fachrichtung Allgemeinmedizin Digital - CC0, pixabay.com

Rechtliche Fragen sind noch zu klären

Wie so oft wirft die neue Technik aber auch rechtliche Fragen auf. So dürfen auch Allgemeinmediziner in Deutschland einen Patienten nicht ausschließlich über digitale Medien behandeln. Ärzte dürfen keine Diagnosen stellen, ohne einen Patienten jemals unmittelbar betreut zu haben. So sieht es die Musterberufsordnung für Ärzte vor. Zum anderen bestehen bisher noch Abrechnungsprobleme mit den Krankenkassen.

„Da diese neuen Leistungen noch nicht beziffert wurden, können die Hausärzte sie noch nicht abrechnen“,

erklärt Schnellhammer.

„Hinzu kommen auch strafrechtliche Fragen: Wer haftet, wenn etwas schiefgeht? Die Verah, der Hausarzt oder die Firma, die die Geräte hergestellt hat?“

Fraglich ist auch, ob die medizinischen Fachangestellten, ob der höheren Qualifikation, einen Anspruch auf ein höheres Gehalt hätten. Diese Dinge müssten alle im Vorfeld geklärt werden, da es noch keine entsprechenden Urteile gibt. Allerdings ist Uwe Köster, stellvertretender Pressesprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, überzeugt: „Telemedizin ist vom Gesetzgeber sehr erwünscht.“ Daher sollen Online-Sprechstunden sowie ein Teil der Online-Rücksprachen unter Fachärzten im Laufe des Jahres 2017 in die vertragsärztliche Versorgung aufgenommen werden. Köster stellt auch klar:

„Sie kann aber den Arzt nicht ersetzen, damit kann man den Ärztemangel nicht auffangen.“

Die Daten werden also auch weiterhin vom Arzt oder der Ärztin interpretiert.

Patienten und Ärzte sind gespalten

Die Patienten sind durchaus offen für die Telemedizin. Im letzen Jahr gaben 45 Prozent der Befragten in einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung an, auch per Video mit ihrem Arzt sprechen zu wollen. Allerdings gibt es aufgrund der bereits angesprochenen Unsicherheiten in Deutschland bisher kaum Allgemeinmediziner, die die Fragen ihrer Patienten online beantworten können. Lediglich 3,5 Prozent der Arztpraxen in Deutschland bieten bisher eine virtuelle Sprechstunde an, wobei zwei Drittel der Ärzte Videokonferenzen mit ihren Patienten generell ablehnen. "Niedergelassene Ärzte sind bei technischen Neuerungen, wie Befragungen immer wieder zeigen, in der Regel eher konservativ und keine Vorreiter – je älter desto weniger" so die Studie. Dies liegt demnach oft daran, dass auch Allgemeinmediziner in vielen Fällen noch nicht die Vorteile der Telemedizin erkannt haben. Aus Sicht der Patienten liegen die Vorteile dagegen auf der Hand. Lange Anfahrts- und Wartezeiten fallen weg, was besonders in ländlichen Gebieten, in denen es immer weniger Allgemeinmediziner gibt, vorteilhaft ist. Auch Schichtarbeiter und ältere Menschen können so von der Telemedizin profitieren.

Allgemeinmedizin aus dem Internet

Während die Technik in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt, ist sie in anderen Ländern schon seit Jahren fest etabliert. In Schweden, Norwegen oder auch der Schweiz werden digitale Technologien genutzt, um Untersuchungen und Behandlungen aus der Ferne zu koordinieren. In Schweden werden auch Videokonferenzen unter Spezialisten schon eingesetzt, zum Beispiel in der Neurologie oder in der Röntgendiagnostik. Da es in diesen Bereichen zu wenig Spezialisten gibt, werden diese Möglichkeiten genutzt, damit komplizierte Fälle schneller besprochen und bewertet werden können. Möglichkeiten für deutsche Patienten bietet das in London ansässige Portal DrEd.com. Seit 2011 können deutsche Patienten sich dort bequem über das Internet diagnostizieren lassen. Allerdings übernimmt die Kosten dafür nicht die Krankenkasse. Eine Sprechstunde kostet je nach Fachgebiet zwischen 9 und 49 Euro. Möglich ist auch die Rezeptausstellung. Die Medikamente werden dann über eine deutsche Versandapotheke ausgeliefert.

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