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Allgemeinmedizinische Famulatur auf dem Land

Lesezeit: ca. 3 Min. | Beitrag vom

Zusammenfassung
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Eine Stelle als Allgemeinmediziner auf dem Land ist für viele Medizinstudierende nach wie vor keine attraktive Option. Im Vergleich zu Hightech-Medizinern in Kliniken gelten Hausärzte noch immer als graue Mäuse, deren Alltag vor allem aus der Behandlung von Omas Rheuma besteht. Um diese Klischees auszuräumen, bietet die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) seit 2014 das Famulaturprogramm „Land.In.Sicht“ an.

Erfahrung als Hausarzt auf dem Land sammeln

2014 als Pilotprojekt mit 35 Praktikumsplätzen in Bayern gestartet, wurde das Programm zum Wintersemsester 2015/16 bereits um zehn Plätzte und zwei Bundesländer erweitert. Neben der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern bieten seit letztem Jahr nun auch die KV von Thüringen und Rheinland-Pfalz Famulaturplätze auf dem Land an, zudem gab es finanzielle Unterstützung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Nach und nach ist geplant, das Programm so in ganz Deutschland anbieten zu können.

Die Studierenden werden ihre Famulatur in einer Praxis absolvieren, die in einer Ortschaft mit weniger als 15 000 Einwohnern liegt und entweder bereits von Unterversorgung betroffen oder davon bedroht ist. Während dieser Zeit werden die Famuli die betreuenden Ärzte begleiten und so eigene Erfahrungen mit dem Beruf des Landarztes machen können. Dies bietet den Studierenden die Möglichkeit, einen Blick über den Tellerrand zu werfen und die Universitätsstadt für eine Weile hinter sich zu lassen. In ländlichen Praxen können sie den Alltag der Haus- und Fachärzte kennenlernen und durch die umfassende Betreuung der beteiligten Mediziner viel über die typischen Tätigkeiten eines Landarztes lernen. Da das Behandlungsspektrum von Hausärzten zudem sehr breit gestreut ist, können die Studierenden währen dieser Zeit viele verschiedene Erfahrungen sammeln. Ein wichtiger Pluspunkt ist zudem die für viele Studierende wichtige Nähe zum Patienten, welche auf dem Land eher gegeben ist als in der anonymen Großstadt.

Allgemeinmedizinische Inhalte vermitteln

Das Programm soll dabei helfen, den allgemeinmedizinischen Nachwuchs auf dem Land zu fördern und Studierende bereits während des Studiums von den Vorteilen des Landarztes zu überzeugen. Um ihren Versorgungsauftrag zu erfüllen haben die Kassenärzlichen Vereinigungen ein großes Interesse daran, den Ärztenachwuchs von einer Tätigkeit als Allgemeinmediziner auf dem Land zu begeistern. Die bvmd möchte mit der Famulaturförderung dagegen zeigen, dass man Studierende auch auf freiwilliger Basis für den Beruf des Landarztes interessieren kann. Von einem obligatorischen PJ-Pflichtabschnitt Allgemeinmedizin hält die Vertertung hingegen nichts. Denn auch wenn man den Bedarf an Allgemeinmedizinern im ländlichen Raum sieht, werden nach Aussage der bvmd Studierende keine Motivation für ein Fach und eine Region entwickeln, wenn man sie dort hineinzwingen möchte. Anders als bei anderen Förderprogrammen soll der Reiz des Programms bei der Vermittlung von praktischen Inhalten liegen und nicht bei einer finanziellen Förderung. Der Zuschuss von 300 Euro plus einer Fahrtkostenpauschale soll daher lediglich die anfallenden Kosten decken und so die Nachteile eines weiter vom Wohnort entfernten Praktikums ausgleichen, da die Studierenden beispielsweise nicht neben der Famulatur arbeiten können. Die finanzielle Förderung soll daher keine wirtschaftlichen Anreize für die Famulatur schaffen, sondern vor allem für Chancengleichheit sorgen. Allerdings bieten manche Gemeinden zusätzlich zur Förderung der bvmd eine freie Unterkunft oder ein Taschengeld für die Famuli an.

Die Arbeit als Landarzt überzeugt

Dass das Projekt die Studierenden durchaus von der Arbeit des Landarztes überzeugen kann, zeigen die bisherigen Auswertungen: So gab es nicht nur insgesamt dreimal so viele Bewerber wie Plätze, was erkennen lässt, dass das generelle Interesse am Landarztberuf durchaus vorhanden ist. Die Auswertung der gesamten Pilotphase 2014 hat außerdem gezeigt, dass sich nach Ende des Praktikums 94,3 Prozent der Teilnehmer besser als zuvor vorstellen können, nach Abschluss ihrer Ausbildung ambulant tätig zu werden. 88,6 Prozent der Teilnehmer können sich nun zudem besser vorstellen, auch die Fachrichtung der Lehrpraxis zu wählen. Einig waren sich alle Teilnehmer darüber, dass sich ihr medizinisches Wissen durch die Famulatur erweitert hat. Bei 94 Prozent der Teilnehmer haben sich nach eigenen Angaben auch die praktischen Fertigkeiten verbessert.

Bewerben können sich auch Studierende, die ihre Pflichtfamulatur bereits hinter sich haben und noch einen Einblick in eine Landarztpraxis bekommen möchten. Wichtig ist dabei nur die Bereitschaft, 30 Tage in einer ländlichen Region zu famulieren. Obwohl der Fokus des Projekts auf der ländlichen Grundversorgung liegt, an der die Hausärzte den größten Anteil haben, gibt es auch Plätze bei Fachärzten für Pädiatrie, Augenheilkunde, Orthopädie oder HNO.

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